Der Alltag verlangt uns so Einiges ab; macht uns zuweilen eng und mürbe. Doch manchmal klopft sie an- die gute alte Spontaneität! Dann gibt es im Hier und Jetzt, in der Mitte unserer gewohnten Räume und Abläufe eine kleine Tanzimprovisation. Einen daily dance! Und das Tagesgeschehen bekommt einen tanzkünstlerischen Sprenkel auf die Nase und meine Perspektive auf Dinge erlebt eine erfrischende Wendung.  

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                        daily dances

Daily dances ist eine kontinuierliche tänzerischen Praxis, die ich seit einem halben Jahr fast täglich praktiziere. In dieser daily dances Praxis setze ich kurze Improvisationen an Orte meines privaten Umfeldes. Ich suche sogenannte Zwischenräume oder herausfordernde „Unorte“ auf, wie z. B. ungewöhnliche Flure oder volle Abstellkammern und verpflichte mich tanzkünstlerisch diesen Ort, diesen Platz gegenüber - jenseits seiner Bestimmung. Im Unspektakulären erwirke ich durch tänzerische Bewegung das Poetische und Erzählerische. Künstlerischen Forschungsfragen sind Motivation und orientierungsgebende, begleitende Elemente gleichermaßen:  Wie wirkt Raum -ganz spezifisch- auf mich? Und auf welcher Ebene: emotional, sensual, gedanklich? Wie bringe ich die Wirkung von Raum in eine somatisch-ästethische, tanzkünstlerische Sprache? Wie können räumlich wahrgenommene Begrenzungen und Codierungen tänzerisch umgesetzt werden und mit der aktuellen emotionalen Stimmung verbunden werden? Welche Details finde ich vor? Wie beziehe ich mich auf sie? Wie gehe ich mit plötzlich auftretenden Veränderungen im Raum um?