Landkarten beleben


...die immerwährende Unternehmung,
kartographiertes Leben lebendig werden zu lassen.
Atem.


In seinen Bildern hier nimmt Walbrodt die Landkarte als Repräsentant für menschliche Denkweisen. Zu Beginn des Lebens gibt es noch keine Aufzeichnungen. Ein Stein wird genauso in den Mund genommen wie ein Stück Brot. Im Laufe des Lebens zeichnet mensch auf, teilt ein, bewertet und orientiert sich. Einige Aufzeichnungen macht er nur durch gehörte oder gelesene Informationen, andere auf Grund von Erlebnissen. Jedenfalls wird die innere Landkarte immer größer und detailierter. Bald bewegt sich mensch nur noch nach der Landkarte und achtet kaum noch auf die Wirklichkeit. Nur wenn Fehler, Zufälle oder Wunder geschehen, rückt die Wiklichkeit wieder in das Bewußtsein...oder eben durch Kunst.


Walbrodt setzt die Landkarte in Bewegung, er zerreißt sie, bemalt und verklebt sie. Er zeichnet mit linker und rechter Hand gleichzeitig dazu und gibt so eine veränderte Landkartenperspektive zurück an den Betrachtenden.
Walbrodt arbeitet seit vielen Jahren daran, Wahrnehmunsmöglichkeiten zu erweitern. Dies tut er auch indem er die „alten“ Landkarten der Kunst in neue Zusammenhänge bringt. 

 

Siehe auch CoCreativeCoaching.