Installation und Performance

eine performative Installation im öffentlichen Raum mit Menschen (ohne und mit Fluchthintergrund), von CommunityArtWorks.

 

Die USW schafft einen Raum, in dem sich die Menschen unterschiedlicher Hintergründe begegnen und sich mit den drei Elementen der Installation: Büro, Küche und Tür auseinandersetzen können.

 

Element 1: Das Büro für die Nutzung von Fehlern und Zufällen

 

Im BNFZ gehen die Künstler von CommunityArtWorks, Hoernemann und Walbrodt, der Frage nach: Welche Fehler und Zufälle in den vergangenen Jahren zwischen Ein - heimischen und Geflohenen aufgetaucht sind und welche Potenziale sich daraus entwickelt haben? Sie erforschen

und beleuchten die Erwartungen und Wirklichkeiten im Kontext der Auseinandersetzung mit der „anderen Kultur“.

In dem, von Hoernemann/Walbrodt entwickelten Formates BNFZ, sammeln sie Fehler der Anwesenden ein, bearbeiten diese unter künstlerischen Gesichtspunkten so, dass diese umgewandlet als Zertifikate über individuelle Potentiale dem Einzelnen zurück gegeben werden.

 

Mit Fehlern und Zufällen geht jedeR (Kultur) anders um. Es geht aber im Kern immer um eine Nichterfüllung von Erwartungen. Was also erwartet wird und wie ein Fehler bewertet wird, ist hingegen sehr divergent.

 

Element 2: ArrivalKitchen, AK

 

ArrivalKitchen (Ankunftsküche) als weitere performative Installation nutzt das sehr grundlegende Ritual des Zusammen-Essen-Vorbereitens, um Ankunfts- und Kontakträume zu eröffnen. Hier wird das soziale Miteinander reflektiert. Während Hoernemann/Walbrodt in der ArrivalKitchen2016 Menschen einluden, mit ihnen Essen vor- und zuzubereiten, werden sie dieses Mal gemeinsam mit den Besucher*innen Teebeutel produzieren, individuellen Tee zubereiten und kommunikativen Austausch gestalten.

 

Element 3: Tür

 

Eine Tür steht, auf die anderen Elemente bezugnehmend, als drittes Element frei im Raum. Die Besucher*innen werden von Hoernemann/Walbrodt auf verschiedene, non-verbale Arten und Weisen eingeladen, hindurchzugehen. Es entsteht ein Spiel aus Gesten, körperlichen Antworten, Irritationen und kurzen körperbetonten, improvisierten Szenen.

 

Neben den vielen Assoziationsfeldern einer Tür (Ankommen, Heim, Entscheidung, Schwelle, Rausgehen, Ausschluss, Abgrenzung, Schutz, Alltag, etc.) bearbeiten Hoernemann/Walbrodt auch ein, im Verlauf des nachbarschaftlichen Zusammenlebens mit einer aus Syrien geflohenen Familie, entstandenes Missverständnis: Hoernemann/Walbrodt nutzen die offene Tür der Nachbarn meist als Kommunikationsort, an dem Themen besprochen werden, Informationen schnell weitergegeben werden. Die Nachbarn verstanden sie immer als Durchgangsraum hin zum Wohnzimmer, um dort zu verweilen.