Leerraum

„Es begann damit, dass ich im Winter die Auswirkungen des Schnees begriff. Er be- und verdeckte alles unter einer weißen Schicht. Und in mir machte sich Ruhe und gelassene Freude breit.

 

Ich merkte, dass die Landschaft anders auf mich wirkte. Daraus entwickelte ich das Konzept, bestimmte Dinge weiß zu be- und verdecken – Dinge und Landschaften, die beim Ansehen gewisse Gefühle bereiten. Weiß verändert diese Gefühle und ermöglicht die neuerliche Gestaltung. Das Weiß ruft Farben und Formen in
uns hervor, die "geäußert" werden müssen, damit sie zur Entwicklung beitragen können.

 

Dem Weiß fügte ich aus meinem Atelier die Leinwand als Gestaltungsfläche hinzu und passte sie dem öffentlichen Raum an. So entstanden die Wände. Die weißen Wände sollten routinierte Sichtweisen verändern, in dem sie erst für einen Monat auffällig präsent sind und dann wieder weggenommen werden – und trotzdem in der Erinnerung der dort lebenden Menschen bleiben. Zu diesem "Verdecken" kommt das "Hervorrufen von Bildern hinzu".

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